Motorradfahren bedeutet vor allem Fahrspaß an der frischen Luft. Doch dieses Gefühl der Freiheit kann auch Nachteile haben. Motorradschutzkleidung erfüllt im Wesentlichen zwei Zwecke: Sie bietet Komfort und Schutz. Sie sollte:
- bei Kälte, Hitze und Niederschlag bequem zu tragen sein
- Schutz bei Unfällen bieten
- für gute Sichtbarkeit bei anderen Verkehrsteilnehmern sorgen
Persönliche Schutzausrüstung kann beim Motorradfahren Verletzungen verhindern oder zumindest mildern. Der Verzicht auf geeignete Schutzausrüstung stellt ein überflüssiges Risiko dar. Für jeden Stil und Geschmack gibt es die passende Schutzkleidung. Mehr Info...
Der Verband der europäischen Motorrad-, Motorroller- und Mopedhersteller, ACEM, hat sich zum Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit durch Fahrzeug- und Infrastrukturverbesserungen zu erhöhen und ein sicheres Fahrverhalten zu fördern. Sicherheit gehört zu den obersten Prioritäten in der auf motorisierte Zweiräder spezialisierten Branche und der ACEM ist ständig auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten.
Der ACEM führt Untersuchungen durch, um die Art und Ursache von Unfällen besser verstehen zu können und neue Erkenntnisse über Unfälle zu gewinnen. Mit Kofinanzierung der EU-Kommission hat der ACEM die bislang umfassendste Detailstudie zu Unfällen mit motorisierten Zweirädern in Europa durchgeführt: MAIDS - Motorcycle Accident In-Depth Study. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.maids-study.eu
Der Helm ist der wichtigste Teil der Schutzausrüstung. Die Auswahl des richtigen Helms ist von entscheidender Bedeutung, da er den Anteil tödlicher Kopfverletzungen um 50 %* verringert. Knapp 20 % der Fahrer verlieren jedoch bei schweren Unfällen ihren Helm, weil dieser nicht richtig saß, zu locker oder gar nicht geschlossen war.
Helme erhöhen den Fahrkomfort und beugen Ermüdungserscheinungen vor. Sie bieten Schutz gegen Fahrtwind, Windgeräusche, Regen und Kälte. Außerdem fangen sie Insekten, Staub und sonstige Partikeln in der Luft ab.
Wichtig ist, dass Ihr Helm richtig sitzt, und nach einem Aufprall (oder alle 3 - 5 Jahre) ausgetauscht wird.
Weitere Informationen zum Schutz, den Helme bieten, finden Sie hier
Motorradhandschuhe müssen Ihre Hände und Handgelenke schützen, dürfen Sie aber nicht beim Fahren behindern. Fingerhandschuhe schützen die Hände vor Blasen, Wind, Sonne und Kälte. Bei einem Unfall tragen sie dazu bei, Schnittverletzungen, Prellungen und Abschürfungen zu vermeiden.
Motorradhandschuhe sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Dünne Handschuhe ohne Wattierung und eventuell mit Belüftung sind im Sommer und in warmen Regionen angenehmer zu tragen. Dickere, gefütterte und/oder isolierte Handschuhe bieten hingegen zusätzlichen Schutz bei Kälte.
Weitere Informationen zu Handschuhen finden Sie hier
Motorradstiefel sollen Ihre Füße, Zehen, Knöchel und Schienbeine schützen, ohne Sie in Ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken. Turnschuhe lassen sich vielleicht schneller und einfacher anziehen, aber hier kann schon ein leichter Sturz böse enden.
Zudem ist es durchaus überlegenswert, etwas mehr Geld für wasserdichte Stiefel auszugeben, damit die Füße nicht naß werden und auskühlen. Weitere Merkmale wie Zehen- und Knöchelprotektoren (die bei Abnutzung separat ausgetauscht werden können) oder Kunststoff- und Metallkappen bieten zusätzlichen Schutz bei einem Unfall.
Ein hochwertiges Visier ist für Motorradfahrer unverzichtbar. Wichtig ist, dass es bei allen Witterungs- und Lichtverhältnissen eine gute Sicht bietet. Außerdem müssen Visier bzw. Schutzbrille für die jeweiligen Umgebungsbedingungen (Tageslicht, Dunkelheit, Regen) geeignet sein.
Gegen das leidige Problem des Beschlagens helfen in den Helm integrierte Lüftungsschlitze, Antibeschlagbeschichtungen des Visiers und/oder Einsätze, die wie eine Doppelverglasung funktionieren.
Eine Motorradbrille schützt die Augen. Sie muss sicher über dem Helm befestigt werden, damit sie nicht fortwehen kann.
Weitere Informationen finden Sie hier
Die Beine des Motorradfahrers sind bei einem Unfall am meisten gefährdet. Schützen Sie Ihren Unterkörper und Ihre Beine, um das Ausmaß von offenen Wunden, Knochenbrüchen, Gelenkverletzungen und Hautabschürfungen zu minimieren.
Hosen müssen weit genug sein, damit sie bequem sitzen, und gleichzeitig eng genug anliegen, damit die Aufprallprotektoren nicht verrutschen können (dies gilt auch, wenn Sie nicht fahren). Um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen, verfügen einige Modelle über entnehmbare CE-Protektoren.